Aufbau der Lunge. Die menschliche Lunge (lat. Pulmo) besteht aus zwei Lungenflügeln, die in das Brustfell eingeschlossen sind und den Brustraum fast ausfüllen. Die beiden Lungenflügel sind in Lungenlappen unterteilt, wobei der rechte Flügel drei und der linke Flügel zwei Lappen aufweist.
Die Lungenlappen sind mit dem Lungenfell überzogen. Die Lungenflügel sind durch die Luftröhre und die Hauptbronchien verbunden. Die Hauptbronchien teilen sich in der Lunge in weitere kleine Äste, den Bronchien. In jeden Lungenlappen führt eine grosse Bronchie mit dazugehöriger Lungenarterie. Die Bronchien teilen sich weiter in die kleineren Bronchioli auf und die kleinsten Kapillaren gliedern sich dann in die Alveolen (Lungenbläschen) auf.
In diesen Alveolen, die von einem Blutkapillarnetz umschlossen sind, tritt der Sauerstoff durch die Kapillarwand in das Blut, gleichzeitig wird Kohlendioxid aus dem Blut in die Alveolen abgegeben. Nischenzellen an der Wand des Kapillarnetzes der Lungenbläschen können Bakterien, Verunreinigungen wie z. B. Staub durch Phagozytose aufnehmen und verarbeiten. Die Lunge ist das einzige Organ, das seine Funktion erst nach der Geburt übernimmt, für den Fötus in der Gebärmutter ist sie nicht überlebensnotwendig.
Chronische Lungenkrankheiten, wie eine Verengung der Atemwege, können z.B. durch Rauchen (Raucherlunge), genetische Veranlagung etc. verursacht werden. Bei der sog. Staublunge, sie zählt zu den restriktiven Lungenerkrankungen, ist die Beweglichkeit der Lunge verringert. Entzündungen treten im Lungengewebe (Lungenentzündung, Pneumonie) und in den Bronchien und Bronchiolen (Bronchiolitis) auf. Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch Tröpfcheninfektion übertragen und durch das Bakterium Mycobacterium tuberculosis verursacht wird. Die Lunge kann von Ödemen (Flüssigkeitsansammlungen) und Karzinomen (Krebserkrankungen) befallen werden.